Projekt Polder Söllingen/Greffern
Hochwasser Monitoring - 2005
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| Der Polder Söllingen/Greffern ist einer von 13 Hochwasserrückhalteräumen, die im Rahmen des integrierten Rheinprogramms erstellt werden sollen. Ziel: Dauerhafte Entlastung der Staustufe Iffezheim, Einführung eines kontrolliertes Hochwassermanagements und Durchführung einer kontrollierten ökologischen Flutung der Rheinauen. |
AufgabenstellungUm einen sicheren Betrieb des Polders vorzunehmen zu können wird Messtechnik zur Messung der Wasserstände, zumeist oberhalb und unterhalb der Bauwerke benötigt. Zudem sollen die Wasserstände bei einer ökologischen Flutung als auch im Hochwasserfall kontrolliert werden. Bei Überschreiten eines Grenzwertes werden Alarme ausgelöst. Grundwasserstände in den angrenzenden Gemeinden Söllingen/Greffern müssen ebenfalls überwacht werden. Die Messwerte der Oberflächengewässer (Rhein, Seitengräben, Rheinniederungskanal und Baggerseen) werden als 4-20mA Signale an der Leittechnikschnittstelle zur Verfügung gestellt und über Lichtwellenleiter an die Leitzentrale weitergegeben. Dort werden die Werte ausgewertet und entsprechend archiviert. Für die Messung an den Oberflächengewässern werden einfache Lattenpegel zur ständigen Kontrolle in festgelegten Zeitabständen, Drucklufteinperlverfahren und Radarmessungen als kontinuierliche Messeinrichtung zugelassen. Da die Druckluftpegel zum Teil sehr nahe beieinander liegen sind diese aus einem gemeinsamen Kompressor zu versorgen. |
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Ausrüstung für jede Pegelmessstelle Messwertsensor, Auswerteeinheit, Wasserstandsanzeige vor Ort, Übergabeschnittstelle an die Leittechnik, Blitzschutzeinrichtungen, Pegeltreppe mit eingemessener Pegellatte, Dokumentation der Pegelmessstelle. Nach einer Ortsbegehung wurden zunächst die Messstellen definiert und die Geländetopographie begutachtet. Dabei wurde besonderen Wert auf die Verlegung der Druckleitungen im stetigen Gefälle gelegt. Für die Durchführung der Druckleitungen unter den Straßen wurde eine Durchörterung nötig. |
Durchführung und MesstechnikInsgesamt wurden 2 4er PS-Systeme, 3 Doppel PS-Systeme, 4 Einzel PS-Systeme sowie 3 Radarmessstellen und 2 Grundwassermessstellen mit SEBA Messtechnik ausgestattet. |
PS-Einperlsystem: Der Druck wird bis auf ein Einzel PS-System über große externe Kompressoren incl. 24l Druckluftbehälter (8Bar) aufgebaut. Über Druckluftminderer wird ein entsprechender Arbeitsdruck von ca. 2 Bar eingestellt. Das PS System perlt kontinuierlich Luftblasen über die Druckleitung (bis 200m) und das Ausperlmundstück in das Gewässer ein. Über eine automatische Durchblaseinrichtung wird die Leitung mit einer definierbaren Taktung freigeblasen. Dieser kann vom Benutzer definiert werden. Die LCD Anzeige ist räumlich leicht versetzt im Deckel des Schaltkastens eingebaut und dient gleichzeitig als Messumformer zur Weitergabe der Signale an das Leitsystem. Radar: Radarmessstellen bieten sich vor allem an Brücken, oder ähnlichen Bauwerken an, wo der Sensor fest und vandalismussicher installiert werden kann. Der Stromausgang des Radarsensors wurde direkt über eine Verteilerklemme auf das Display im Außenschrank aufgelegt. Die Signale wurden im Schaltkasten an die Leittechnik durchgeschleift. Drucksonden: Zur Messung der Grundwasserpegel wurden Drucksonden installiert. Die Zuleitung wurde mittels Erdkabel verlegt. Die Auswerteelektronik, befindet sich in einem Außenschaltschrank in ca 50m Entfernung. Der Aufstellungsort ist hochwasserfrei (HQ 100). Der Schrank verfügt über ein 230/24 V Netzteil. Das Ausgangssignal (4-20mA) und die Warnsignale sind an der Übergabeschnittstelle im Schaltschrank aufgelegt. |
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Folgende SEBA-Geräte sind im EinsatzSEBA-Pneumatiksystem Typ „PS-Delta“ mit externem Kompressor in kompakter 4er, 2er und 1er Bauform zur PegelmessungRadarsensoren Typ „SEBAPULS“ zur berührungslosen Pegelmessung SEBA-Drucksonden Typ „DS30“ zur Grundwasserstandsmessung SEBA-Niederschlagsgeber Typ „RG100“ |








